Die Iffelen der Chlausezunft Egerkingen

"Der goldnene Becher"
Pate / Patin:
Patenschaft noch offen
 

 
Hintergrundinformationen zum Motiv:

Der goldene Becher / Drei Mädchen

Es war einmal ein edler Mann, der St. Nikolaus dringlich um dessen Fürsprache bei Gott bat, damit Gott ihm einen Sohn schenken möge. Er versprach einen goldenen Becher zu opfern. Und so kam es dann auch, Gott schenkte dem Mann  auf Nikolaus Fürsprache hin einen Sohn. Das Kind wuchs heran und der Vater ließ einen goldenen Becher anfertigen. Als er ihn dann fertiggestellt in der Hand hielt,  gefiel er ihm aber so gut , dass er beschloss, ihn für sich zu behalten. Um jedoch sein Versprechen einzuhalten,  ließ er einen zweiten Becher, gleich dem ersten, anfertigen. Mit beiden Bechern fuhr er nun mit seinem Sohn auf das Meer hinaus, um nach Myra zur Nikolauskirche zu fahren. Während sie so fuhren, bat der Vater den Sohn, ihm mit dem zuerst angefertigten Becher etwas Wasser aus dem Meer zu schöpfen. Der Knabe nahm den Becher, beugte sich über den Bootsrand und tunkte den Becher ins Meer. Doch plötzlich verlor der Knabe das Gleichgewicht, stürzte ins Meer und die Fluten verschluckten ihn so schnell, dass der Vater ihn nicht mehr retten konnte. Der Vater war bestürzt und verzweifelt und er weinte bitterlich. Doch wollte er sein Gelübde einhalten und fuhr so weiter in Richtung Myra. Er legte dort an und ging direkt zur Nikolauskirche. So opferte er dort den zweiten Kelch indem er diesen auf den Altar stellte. Als er ihn aber hingestellt hatte und seine Hand den Becher nicht mehr berührte, fiel dieser wieder vom Alter herunter, als wenn er hinabgestoßen worden wäre. Verwundert hob der Vater ihn wieder auf und stellte ihn erneut auf den Altar. Doch wiederum wurde der Becher hinweggeschleudert, viel weiter noch als zuvor. Noch während der Vater und die umstehenden Menschen erschauerten und sich wunderten, betrat das totgeglaubte Kind gesund und unversehrt die Kirche des heiligen Nikolaus und trug den ersten Becher in seinen Händen. Voller Freude umarmte der Vater den geliebten Sohn. Dieser erzählte dann, dass der heilige Nikolaus im Meer sofort bei ihm gewesen wäre und ihn gerettet habe. Vater und Sohn  freuten sich so sehr, dankten Gott und opferten dem heiligen Nikolaus nun beide Kelche.