Satzungen der Chlausezunft Egerkingen
 


 

1.  Name und Sitz

 

1.1. Unter dem Namen „Chlause-Zunft“ besteht eine Gemeinschaft, mit Sitz in Egerkingen.

 

2. Zweck und Ziel

 

2.1. Die Chlause-Zunft bezweckt:

- die Pflege des christlichen Chlausen-Brauchtums in der Gemeinde Egerkingen, insbesondere den Besuch der angemeldeten Familien, bzw. deren Kinder am Chlausen-Tag (St. Nikolaustag, 6. Dezember);
- den Besuch betagter Einwohnerinnen und Einwohner von Egerkingen;
- das Brauchtum weiter zu fördern und auszubauen.

 

2.2. Die Chlause-Zunft ist politisch und konfessionell neutral.
 

3. Mitgliedschaft

 

3.1. Die Vorstufe zur Mitgliedschaft (Gesellenstand) kann von Personen erlangt werden, die das 13. Altersjahr erreicht haben.

 

3.2. Mitglieder der Zunft können Personen werden, die das 14. Altersjahr erreicht haben und mindestens ein Jahr im Gesellenstand waren.

 

3.3. Über die Aufnahme von Neumitgliedern entscheidet der Zunftrat mit dem einfachen Mehr der abgegebenen Stimmen.

 

3.4. Der Akt der Aufnahme findet am Chlausen-Bott statt.

 

3.5. Das Zunftmitglied übernimmt bei seiner Aufnahme folgende Verpflichtungen:

a) es steht privat und öffentlich für Zweck und Ziel der Zunft ein;
b) es stellt sich für alle ihm übertragenen Aufgaben wie Schmutzli, Chlaus oder administrativer Helfer zur Verfügung;
c) es nimmt am Chlausen-Bott teil;
d) es beteiligt sich an den vom Zunftrat organisierten Anlässen und Arbeiten, soweit es ihm seine familiären und beruflichen Verpflichtungen erlauben;
e) auf Vorschlag des Zunftrates kann es durch die Zunftgemeinde zum Ehrenmitglied ernannt werden
 

4. Gönnerschaft

 

4.1. Personen, die Zweck und Ziel der Organisation unterstützen wollen, können mit freiwilligen Beiträgen oder Naturalgaben Gönner werden.

 

5. Organisation

 

5.1. Die Zunftorgane sind:

a) die Zunftgemeinde (Bott)
b) der Zunftrat

 

5.2. Die Zunftgemeinde besteht aus:

a) den Zunftmitgliedern
b) den Ehrenmitgliedern

 

5.3. Die Zunftgemeinde trifft mindestens einmal jährlich, im ersten Quartal des Jahres zum Chlausen-Bott zusammen.

 

5.4. Der Zunftgemeinde obliegen folgende Aufgaben (Geschäftsliste):

a) Jahresbericht
b) Kassen- und Revisorenbericht

c) Ein- Und Austritte
d) Wahlen
e) Jahresprogramm
f) Statutenänderungen
g) Ehrungen
h) Verschiedenes

 

5.5. Die Zunftgemeinde hilft die gutgeheissenen Anträge auszuführen und stellt sich gemäss Art. 3.5. dieser Satzungen zur Verfügung.

 

5.6. Der Besuch des Chlausen-Bott ist obligatorisch. Wer verhindert ist, hat sich vor dem Bott zu entschuldigen.

 

5.7. Ein ausserordentlicher Bott kann einberufen werden:

a) auf Verlangen des Zunftrates
b) auf Verlangen von mindestens 1/3 der Zunftmitglieder

5.8. Der Zunftrat besteht aus:

a) geistlicher Begleiter
b) Zunftmeister/-in
c) Zunftschreiber/-in
d) Zunftkassier/-in
e) Chef/-in 5./6. Dezember
f) Chef/-in Material
g) Chef/-in Anlässe
h) Chef/-in Kommunikation

i) Vertreter aus der Gruppe der Chläuse

j) Vertreter aus der Gruppe der Treichler

 

5.9. Der Zunftrat wird von der Zunftgemeinde mit einfacher Mehrheit jährlich gewählt. Die Wiederwahl ist möglich.

 

5.10. Der Zunftrat erledigt die anfallenden Geschäfte.

 

5.11. Der Zunftrat ist beschlussfähig, wenn die Hälfte der Zunftratsmitglieder anwesend sind.

 

5.12. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Zunftratsmitglieder gefällt. Der Zunftmeister trifft bei Gleichstand den Stichentscheid.

 

5.13. Dem oder der geistlichen Begleiter/-in obliegen folgende Aufgaben:

a) er/sie gibt Impulse
b) er/sie ist besorgt für die Einhaltung von Zweck und Ziel der Zunft

 

5.14. Dem/Der Zunftmeister/-in obliegen folgende Aufgaben:

a) Vorbereitung und Vorsitz der Zunftrats-Sitzungen
b) Vorsitz am Chlausen-Bott
c) Verfassen des Jahresberichtes
d) Vertretung der Zunft nach aussen

 

5.15. Dem/Der Zunftschreiber/-in obliegen folgende Aufgaben:

a) er/sie steht dem/der Zunftmeister/-in mit Rat und Tat zur Seite
b) er/sie führt die Korrespondenz der Zunft
c) er/sie erstellt das Protokoll

 

5.16. Dem/Der Zunftkassier/-in obliegen folgende Aufgaben:

a) die Führung und Verwaltung des Zunftfonds
b) die Erstellung der Jahresrechnung per 31.12. eines jeden Jahres  

 

6. Anträge

 

6.1. Anträge können von jedem Zunftmitglied gestellt werden.

 

6.2. Anträge müssen bis 14 Tage vor dem Chlausen-Bott schriftlich beim Zunftrat eingereicht werden.

 

6.3. Über Anträge befindet die Zunftgemeinde am Bott.

7. Finanzielles

 

7.1. Zur Bestreitung der Auslagen der Zunft und zur Aeufnung des Zunftvermögens besteht ein Fonds, genannt „Chlause-Kasse“.

 

7.2. Die Kasse wird verwendet zur Bestreitung der Auslagen im Rahmen der Zielsetzung. Über die Verwendung entscheidet der Zunftrat, einmalige Ausgaben Fr. 1‘000.-, wiederkehrende Ausgaben Fr. 500.-. Alle übrigen Ausgaben müssen vom Bott genehmigt werden.

 

7.3. Die Kasse wird jährlich von zwei Mitgliedern der Zunft revidiert.

 

7.4. Treichlerkasse

a) Die Buchhaltung wird durch den Zunftkassier / in geführt.

b) Alle Buchungen werden über die Zunftkontos geführt.

c) Zugriff auf die Kontos haben Zunftkassier/in und Zunftmeister/in

 

7.5. Treichlermaterial

a) Die Chlausezunft - Treichlerchutten sind Eigentum der Chlausezunft Egerkingen und werden den Treichlern für Ihre Auftritte zur Verfügung gestellt.

b) Die Lagerung der Chlausezunft - Treichlerchutten wird im Pfarreiheim oder beim jeweiligen Treichler Zuhause sichergestellt.

c) Die Chlausezunft - Treicheln sind Eigentum der Chlausezunft                Egerkingen.

d) Die Lagerung der Chlausezunft - Treicheln wird im Pfarreiheim sichergestellt.

e) Der Vertreter der Treichler erhält Zugang zum Lagerungsort der Chlausezunft - Treicheln.

 

8. Auflösung

 

8.1 Die Zunft kann nur aufgelöst werden, wenn 2/3 der Zunftmitglieder deren Auflösung wünschen.

 

8.2. Bei einer anfälligen Auflösung werden das Zunftvermögen, das Inventar und die Unterlagen dem Kath. Pfarramt St. Martin Egerkingen zur Verwaltung übergeben. Gründet sich innert zehn Jahren eine neue Vereinigung mit gleichem Ziel und Zweck, so sind dieser das Vermögen, das Inventar und die Unterlagen auszuhändigen. Tritt dieser Fall nicht ein, so muss das Vermögen im Sinne des Zunftzweckes verwendet werden.

 

8.3. Diese Satzungen ersetzen die Satzungen vom Januar 2013.

Genehmigt von der Zunftgemeinde am Chlause – Bott vom 30. Januar 2016